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Bilder aus Kriegszeiten

Viele Häuser werden zerstört oder schwer beschädigt. Fast jedes Haus hat Schäden am Dach.Der Angriff forderte 11 Tote und viele Verletzte in Flittard.Zahlreiche Familien werden obdachlos.Einsetzende Regenfälle verursachen weitere Schäden. Kaum ein Haus verfügte mehr über ein intaktes Dach.Auch der Februar bringt den Flittardern keine Ruhe. Fast täglich wird Alarm gegeben. Ein normales Leben in Häusern und Wohnungen ist nicht mehr möglich. Das Leben spielt sich nur noch in Kellern oder im Bunker an der Pützlachstraße ab.Die meisten Keller sind mit einem Luftschutzraum versehen, in den sich die Leute zu-rückziehen. Die Keller wiederum sind bei geschlossener Bauweise der Häuser unterei-nander verbunden, um bei einem Treffer eine Fluchtmöglichkeit zu haben. Dazu sind in die Kellerwände zu den Nachbarhäusern Schlupflöcher gestemmt worden.Der einzige sichere Ort aber war der Bunker und der war entsprechend überfüllt.Gegen Ende Februar übt die Ortsgruppenleitung der NSDAP starken Druck auf die Flittarder Bevölkerung aus.Unser Dorf soll evakuiert werden. Die Bevölkerung soll mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel in Richtung Engelskirchen gebracht werden.Aber die Flittarder wollen ihre Heimat nicht verlassen. Wer bisher den Bombenterror und die anderen Leiden überstanden hat, der will sich nicht mehr vertreiben lassen.Man hört von Tieffliegern, die Lastwagen mit Flüchtlingen auf dem Weg ins Bergische Land beschießen und denkt an sein Hab und Gut und an die Angehörigen, vorwiegend ältere Männer, die zum Volkssturm eingezogen wurden und von denen man sich hätte trennen müssen.Mitglieder der NSDAP versuchen den Druck auf die Flittarder zu verstärken, indem sie den Verkauf von Lebensmitteln innerhalb des Bunkers verbieten und versuchen, einzelne Familien zum Verlassen des Dorfes zu überreden.Ziel war es, dass eine Familie die andere mitzieht.Aber die Not verbindet die Flittarder immer enger miteinander.Lebensmittel und Milch für die Kinder werden Dank der hiesigen Bauern und dem Einsatz einiger Einzelhändler auch unter stärkstem Druck immer wieder aufs Neue organisiert.Die Lebensmittel werden immer knapper.Die Nähe der amerikanischen Soldaten, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der anderen Rheinseite festgesetzt haben, nährt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Leidens.Aber immer wieder werden in und unmittelbar um Flittard Artillerie-, Flak- und Granatwerferstellungen eingerichtet, die den "Gegner" auf der linken Rheinseite unter Beschuss nehmen.Das hat nach Luftaufklärung durch amerikanische Flugzeuge Gegenangriffe zur Folge, um die deutschen Geschütze auszuschalten.Auch bei diesen Gefechten werden viele verwundet und es entstehen große Schäden.Um die Amerikaner aufzuhalten, werden Schützengräben ausgehoben, werden die Hubertusstraße, von der Kirche bis zur alten Ziegelei, der Alte Schulweg, der Weingarts-kamp, das Rheinufer und die Felder vermint.In der Nacht des 20. März laufen ein Unteroffizier und 16 Soldaten beim Transport von Munition im Weingartskamp auf eine Mine.Dreizehn Männer werden getötet und drei sind verletzt.Die Verletzten werden in den Klosterhof gebracht, um notdürftig versorgt zu werden.Die für Flittard zuständige Rettungsstation ist die Poliklinik der IG Farben in Leverkusen. Die Poliklinik liegt zwischen Rhein und Kaiser-Wilhelm-Allee und verfügt über einen Kel-lerbunker, der die Verletzten schützt.Sie kann nur in beschussfreien Zeiten erreicht werden. Bettwäsche, sonstige Wäsche und Verbandsmaterial müssen mitgebracht werden.Am 23. März soll nun, auf Anordnung der Polizei, Flittard endgültig geräumt werden.Die Wehrmacht ist allerdings der Auffassung, dass die Maßnahme wegen des starken Beschusses zu spät erfolgt und die Durchführung unmöglich ist.In Stammheim rückt ein besonderes Kommando ein, um die Evakuierung des Ortes und des Kanals, in dem die Einwohner Schutz gesucht haben, mit Gewalt durchzusetzen.Diese Aktion bleibt Flittard zum Glück erspart.Zwei Wochen später wird das in Flittard und Umgebung liegende Militär, bis auf einen Beobachtungsposten am Deichweg, abgezogen.Gegen Mittag des 14. April sind vom linken Rheinufer des öfteren Lautsprecheransagen zu hören.Es wird zum Ergeben und zur Aufgabe des Widerstandes aufgefordert.Zwei Einwohner aus Flittard laufen mit einer weißen Fahne zum Rhein, um den Ameri-kanern mitzuteilen, dass keine Soldaten mehr im Ort sind und keine Möglichkeit zum Übersetzen vorhanden ist.Die amerikanischen Soldaten wollen ihren Worten nicht glauben.Da zwischenzeitlich auch der Artilleriebeobachter vom Deichweg abgezogen ist, beginnt die Flittarder Bevölkerung ihre Häuser, den Bunker, das Kloster und die Kirche weiß zu beflaggen.Nachmittags, gegen 15 Uhr, kommen die ersten Amerikaner aus Richtung Stammheim auf Flittard zu.Ihnen wird versichert, dass keine deutschen Soldaten mehr im Ort sind.Daraufhin rücken die Soldaten aus Richtung Leverkusener Strasse bis zum Paulinen-hof, durch Paulinenhofstrasse und Hauptstrasse bis zur Dorfmitte vor.Hier kommt es zu ersten Kontakten mit der Flittarder Bevölkerung.Insgesamt sind ca. 200 amerikanische Soldaten im Ort.Sie übernachten gruppenweise in Kellern und ziehen am nächsten Tag in Richtung Le-verkusen-Wiesdorf weiter.Die Bunkerzeit ist nun endgültig vorbei. Der Wiederaufbau kann beginnen.In den Monaten Juni und Juli kehren fast alle Evakuierten nach hier zurück.Ende des Krieges kommt es in Flittard immer wieder zu Überfällen und Einbrüchen durch Polen und Ukrainern. Was war hierfür die Ursache?Durch die unmittelbare Nachbarschaft der IG Farben kommt Flittard in Kontakt mit "Fremdarbeitern".Im Januar 1945 arbeiten im Werk Leverkusen 4172 ausländische Arbeitskräfte, davon 2712 Männer und 1460 Frauen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es kaum ein Unternehmen, eine Firma, einen Handwerksbetrieb oder einen selbstständigen Landwirt, bei dem keine Fremdarbeiter beschäftigt sind.Die Westarbeiter(innen) werden zum Teil in Privatquartieren oder angemieteten Räumen (in Flittard der Saal Zimmer, heute Aldi) untergebracht.Ostarbeiter(innen), Männer und Frauen zum Teil mit Familien, aus Polen und der Ukraine werden im Lager Buschweg, einem Barackenlager, das nordöstlich des Fußballplatzes stand, untergebracht.Den zur Arbeit nach Deutschland deportierten Arbeitskräften aus Polen und den Ostgebieten wird durch die Art der Unterbringung unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass ihr Aufenthalt in Deutschland auf den geforderten Arbeitseinsatz beschränkt ist, Gegenleistungen in Form von Lohn und Verpflegung nur bei entsprechender Leistung zu erwarten ist und sie als kenntlich zu machende Fremdkörper - die Polen haben ein deutlich sichtbares "P" an ihrer Kleidung zu tragen, die Ostarbeiter ein "Ost"- gelten, denen jegliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verwehrt bleibt.Um eine totale Abschottung zu gewährleisten, erfolgt ihre Unterbringung in Barackenlagern umgebauten Wirtshaussälen, die zwar, was Ausstattung, sanitäre Einrichtungen und Sauberkeit angeht, bestimmte Mindestanforderungen zu entsprechen hat, dennoch allenfalls primitivsten Ansprüchen genügt. Vor allem die hygienischen Bedingungen lassen allein durch die meist hohen Belegungszahlen zu wünschen übrig und begünstigen die Ausbreitung von Seuchen.Selbst in den auf "Lagerführungstagungen" als vorbildlich bezeichneten Lagern des Werkes Leverkusen treten trotz regelmäßiger Reinigung und Desinfektion der Räume immer wieder Fälle von Scharlach, Diphtherie und Ruhr auf.Im Barackenlager Flittard fordert Anfang 1944 eine Lungenentzündungsepidemie eine beträchtliche Zahl von Todesopfern.Nachdem bereits im Januar 1943 der hygienische Zustand der Abfallgruben im Lager Buschweg von den für die Unterbringung der Kriegsgefangenen zuständigen Offiziere bemängelt worden ist und die Ärzte der werkseigenen Poliklinik unter Hinweis auf einen beträchtlichen Produktionsausfall nur mit Mühe die vom Kreisgesundheitsamt beabsich-tigte vorsorgliche Quarantäne verhindern konnten, bricht im Herbst tatsächlich Typhus im Lager aus, woran 25% der ausländischen Arbeitskräfte erkranken, einige so schwer, dass sie sterben.Die durch die Reichsregierung festgelegten Verpflegungssätze für die Fremdarbei-ter(innen), vor allem für die Ostarbeiter(innen), waren so niedrig gehalten, dass sie kaum zum Überleben ausreichen. Hinzu kommt, dass die sowjetischen Kriegsgefangenen, zum Teil auch die Zivilarbeiter(innen), bereits in einer so elenden, kranken und unterernährten Verfassung ankommen, dass bei vielen ein Arbeitseinsatz kaum möglich scheint.Die Leverkusener Werkleitung kommt zu der Überzeugung, dass ein erfolgreicher Arbeitseinsatz nur bei ausreichenden Ernährungssätzen zu erwarten ist. So geht das Leverkusener Werk dazu über, die offiziellen Rationen durch den Ankauf zusätzlicher Lebensmittel aufzubessern, sodass zumindest das Existenzminimum gesichert ist.Das schließt allerdings nicht aus, dass die älteren Kinder der Ausländer-Kinderkrippe im Lager Buschweg aufgrund der ausschließlichen Ernährung mit Milchspeisen an ernsthaften Mangelerkrankungen leiden.Zu welchem Zeitpunkt die Barackenlager aufgelöst wurden, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.Im Frühjahr des Jahres 1946 wurden vertriebene und ausgebombte Familien in die Baracken eingewiesen.

Flakstellungen um Flittard und die Bayerwerke

Flittard 1945Es ist das Jahr 1945.Es ist bitter kalt. Anfang Januar werden bis zu minus14 Grad Celsius gemessen.Durch die Kälte ertönt immer wieder das schaurige Heulen der Luftschutzsirenen. Ein Geräusch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, aber zu diesem Zeitpunkt schon fast zur Routine für die hiesige Bevölkerung wird.Bis zu zehnmal am Tag ertönen die Sirenen und warnen vor Luftangriffen.Der 3. Januar ist ein solcher Tag. Die Angriffe der alliierten Bombergeschwader gelten diesmal jedoch Köln, Deutz, Mülheim, Buchforst, Dünnwald und Dellbrück.Nicht so am 28. Januar.Mehrere Bombengeschwader ziehen tatenlos über Flittard hinweg. Das Letzte aber greift mit Sprengbomben an. Sieben Bomben fallen alleine in der Nähe des Bunkers Pützlachstraße.

Bilder einer Beisetzung von Opfern eines Fliegerbombenangriffs 1941

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Lager Buschweg

Informationen über Zwangsarbeiterlager in Köln- Flittard und Köln - Stammheim Wir haben eine Überprüfung des hier verwahrten Dokumentenmaterials für die Lager Köln-Flittard und Köln-Stammheim durchgeführt.Die Existenz des Lagers Köln Stammheim kann lediglich durch die " Aufstellung der in der Krankenanstalt Lindenburg - Hilfskrankenhaus, Geißelstraße - behandelten polnischen Staatsangehörigen", ausgestellt am 31.01.1950 vom Krankenhaus Lindenburg, belegt werden, auf der ein Insasse des Lagers Köln-Stammheim als Patient aufgeführt ist.Zu Köln Flittard konnten mehrere Lager ermittelt werden:In Sterbeurkunden beispielsweise erscheinen die Bezeichnungen "Köln-Flittard, Barackenlager Buschweg", "Köln-Flittard, Lager Buschweg, Baracke 33", "Köln-Flittard Lager Zimmer", "Köln-Flittard, Paulinenhofstrasse, Baracke", "Köln-Flittard, Paulinenhof". In der Auflistung "Ostarbeiterlager im Bereich der Staatspolizeileitstelle Duesseldorf mit einer Belegschaft von ueber 100 Insassen" wird ein Lager als "IG-Farbenindustrie Leverkusen-Flittard, Lager Buschweg" und in der " Aufstellung der in der Krankenanstalt Lindenburg - Hilfskrankenhaus Geißelstraße - behandelten polnischen Staatsangehörigen", ausgestellt am 31.01.1950 vom Krankenhaus Lindenburg, als ein Lager Köln-Flittard Baracke 20 bezeichnet.Im Rapport définitif No. 79 ? Complèxe de Cologne (aufgestellt vom Ministère de la Reconstruction oder Ministère de la Santé Publique et de la Famille, Brüssel) ist außer den Lagern Buschweg und Paulinenhofstrasse zu Köln-Flittard ein Lager in der Evergerstrasse benannt.Bei den Insassen der vorerwähnten Lager kann es sich sowohl um freiwillige Arbeiter, um zivile ausländische Arbeitskräfte als auch um Kriegsgefangene handeln. Mit freundlichen GrüßenIm AuftragHeidrun LippeInternational Tracing ServiceGroße Allee 5-9D-34454 Bad Arolsen



Flittarder

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